Rohner Immobilien
Mieten · Nordrhein-Westfalen

Mietpreise NRW: Was kostet eine Mietwohnung in Nordrhein-Westfalen?

Durchschnittsmieten in NRW und in der Region, die Entwicklung seit 2022 und was die Mietpreisbremse regelt. Alle Zahlen stammen aus der amtlichen Statistik, nicht aus Immobilienportalen.

Kurz gesagt: Laut Zensus 2022 zahlten Mieter in NRW im Schnitt 6,82 Euro pro Quadratmeter nettokalt, bundesweit waren es 7,28 Euro. In Köln lag der Wert bei 9,4 Euro, in Neuss bei 7,3 und in Grevenbroich bei 6,7 Euro. Seitdem steigen die Mieten weiter: Im August 2026 lagen die Nettokaltmieten in NRW 2,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wer neu mietet, zahlt meist deutlich mehr als der Durchschnitt.

Der Durchschnitt

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete in NRW?

6,82 Euro pro Quadratmeter nettokalt. Diesen Wert hat der Zensus 2022 für Nordrhein-Westfalen ermittelt, Stichtag war der 15. Mai 2022. Im Bundesdurchschnitt waren es 7,28 Euro. Der Zensus ist die einzige amtliche Zählung, die alle vermieteten Wohnungen erfasst.

Nettokalt heißt: ohne Nebenkosten für Heizung, Wasser, Müll oder Hausmeister. Die Warmmiete, die Mieter tatsächlich überweisen, liegt also höher.

Kurz erklärt: Bestandsmiete und Angebotsmiete

Der Zensus misst Bestandsmieten, also was Mieter in laufenden Verträgen zahlen. Dazu gehören viele ältere Verträge mit niedrigen Mieten. Immobilienportale zeigen dagegen Angebotsmieten, also was Vermieter in Anzeigen verlangen. Diese liegen meist höher und sind keine amtliche Statistik. Wir nennen deshalb nur amtliche Werte.

Städtevergleich

Wie unterscheiden sich die Mieten in Köln, Düsseldorf und im Rhein-Kreis Neuss?

Deutlich. Köln und Düsseldorf liegen 2,40 bis 2,60 Euro pro Quadratmeter über dem NRW-Schnitt. Die Städte im Rhein-Kreis Neuss liegen nah am Landesdurchschnitt. Grevenbroich liegt knapp darunter, Dormagen und Neuss etwas darüber.

Durchschnittliche Nettokaltmiete in Euro pro m², Zensus 2022, Stichtag 15. Mai 2022. Quellen: Statistik.NRW (Gemeinden), IT.NRW (NRW), Destatis (Deutschland)
GebietNettokaltmiete pro m²Kreis
Köln9,40 €kreisfreie Stadt
Düsseldorf9,20 €kreisfreie Stadt
Dormagen7,40 €Rhein-Kreis Neuss
Neuss7,30 €Rhein-Kreis Neuss
Deutschland7,28 €Bundesdurchschnitt
Kerpen7,20 €Rhein-Erft-Kreis
Rommerskirchen7,00 €Rhein-Kreis Neuss
NRW6,82 €Landesdurchschnitt
Grevenbroich6,70 €Rhein-Kreis Neuss

Die Gemeindewerte veröffentlicht Statistik.NRW auf eine Nachkommastelle gerundet. Innerhalb einer Stadt schwanken die Mieten je nach Lage, Baujahr und Zustand der Wohnung stark. Für eine einzelne Wohnung sagt der Durchschnitt deshalb wenig.

Entwicklung

Wie stark steigen die Mieten in NRW?

Stetig und zuletzt etwas schneller. Laut Verbraucherpreisindex lagen die Nettokaltmieten in NRW im August 2026 um 2,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. In ganz Deutschland waren es 1,9 Prozent. In den Jahren davor lag der Anstieg in NRW bei 1,5 bis 1,7 Prozent pro Jahr.

Nettokaltmieten im Verbraucherpreisindex NRW, 2020 = 100. Quelle: Statistik.NRW, abgerufen am 25. September 2026
ZeitraumIndexVeränderung zum Vorjahr
2023, Jahresdurchschnitt104,1+1,5 %
2024, Jahresdurchschnitt105,8+1,6 %
2025, Jahresdurchschnitt107,6+1,7 %
August 2026110,5+2,4 %

Der Index zeigt, wie sich die Mieten entwickeln. Er enthält laufende Verträge ebenso wie neue Vermietungen. Ein Mietniveau in Euro liefert er nicht. Die heutige Durchschnittsmiete lässt sich daraus nur grob abschätzen.

Neu gemietet

Warum zahlen neue Mieter mehr als der Durchschnitt?

Weil Mieten in laufenden Verträgen langsamer steigen als bei einer neuen Vermietung. Der Mikrozensus 2022 zeigt das für ganz Deutschland. Je später ein Haushalt eingezogen ist, desto höher ist seine Miete:

  1. Einzug vor 19996,10 Euro pro Quadratmeter nettokalt
  2. Einzug 1999 bis 20086,50 Euro pro Quadratmeter
  3. Einzug 2009 bis 20187,20 Euro pro Quadratmeter
  4. Einzug 2019 und später8,40 Euro pro Quadratmeter

Eine amtliche Statistik der Neuvertragsmieten für einzelne Städte gibt es nicht. Wer eine Wohnung sucht oder vermietet, orientiert sich deshalb am örtlichen Mietspiegel.

Regeln für Vermieter

Wo gilt in NRW die Mietpreisbremse?

In 57 Städten und Gemeinden, festgelegt in der Mieterschutzverordnung NRW. Dazu gehören Neuss, Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen, aus dem Rhein-Erft-Kreis unter anderem Kerpen, außerdem Köln und Düsseldorf. In diesen Kommunen gelten drei Regeln:

  • Mietpreisbremse bis 31. Dezember 2029

    Bei einem neuen Mietvertrag darf die Miete grundsätzlich höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

  • Kappungsgrenze bis 28. Februar 2030

    In laufenden Verträgen darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 Prozent steigen, bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Ohne Verordnung wären es 20 Prozent.

  • Längerer Kündigungsschutz nach Umwandlung

    Manchmal wird eine Mietwohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt und verkauft. Dann darf der Käufer wegen Eigenbedarfs erst nach acht Jahren kündigen. Sonst sind es drei Jahre.

Vor Ort

Welcher Mietspiegel gilt im Rhein-Kreis Neuss?

Die Städte im Rhein-Kreis Neuss haben einfache Mietspiegel. Sie werden von den Vereinen der Vermieter und Mieter erstellt, nicht von der Stadt selbst. Die aktuellen Stände:

Quelle: Haus & Grund Neuss, Übersicht der Mietspiegel, und Stadt Grevenbroich. Abgerufen am 25. September 2026
StadtStand des MietspiegelsHinweis
Neuss1. Januar 2026einfacher Mietspiegel
Grevenbroich1. Januar 2024auch beim Bürgerbüro erhältlich
Rommerskirchenkein eigenerMietspiegel Grevenbroich, abzüglich 6 Prozent
Dormagen1. Januar 2023Erhebung für einen neuen Mietspiegel läuft

Die Werte selbst drucken wir nicht ab, weil die Herausgeber das nicht erlauben. Sie können die Mietspiegel dort kostenlos herunterladen. Wie Immobilien in der Region bewertet werden, lesen Sie im Ratgeber Was ist meine Immobilie wert?

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu den Mietpreisen in NRW

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete in NRW?

Laut Zensus 2022 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete in NRW bei 6,82 Euro pro Quadratmeter. Stichtag war der 15. Mai 2022. Das ist die jüngste amtliche Zählung aller vermieteten Wohnungen. Seitdem sind die Nettokaltmieten in NRW laut Verbraucherpreisindex weiter gestiegen, zuletzt um 2,4 Prozent zwischen August 2025 und August 2026.

Welche Städte in NRW haben die höchsten Mieten?

Die Großstädte an der Rheinschiene. Laut Zensus 2022 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete in Köln bei 9,4 Euro und in Düsseldorf bei 9,2 Euro pro Quadratmeter. Im Rhein-Kreis Neuss lagen die Werte niedriger: Dormagen 7,4, Neuss 7,3, Rommerskirchen 7,0 und Grevenbroich 6,7 Euro.

Warum zahlen neue Mieter mehr als der Durchschnitt?

Der Durchschnitt enthält viele alte Mietverträge. Wer lange in einer Wohnung lebt, zahlt meist weniger. Der Mikrozensus 2022 zeigt das für Deutschland: Haushalte, die vor 1999 eingezogen sind, zahlten 6,10 Euro pro Quadratmeter. Haushalte mit Einzug ab 2019 zahlten 8,40 Euro.

Gilt die Mietpreisbremse in Neuss, Dormagen und Grevenbroich?

Ja. Die Mieterschutzverordnung NRW nennt 57 Kommunen, darunter Neuss, Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen, Kerpen, Köln und Düsseldorf. Dort darf die Miete bei einem neuen Vertrag grundsätzlich höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Regel gilt bis zum 31. Dezember 2029.

Wo finde ich den Mietspiegel für meine Stadt?

Die Mietspiegel im Rhein-Kreis Neuss sind einfache Mietspiegel, erstellt von den Vereinen der Vermieter und Mieter. Grevenbroich hat einen Mietspiegel mit Stand 1. Januar 2024, Neuss mit Stand 1. Januar 2026. Den Grevenbroicher Mietspiegel gibt es beim Bürgerbüro der Stadt oder als kostenlosen Download bei den beteiligten Vereinen.

Belege

Quellen und Stand

Alle Zahlen stammen aus der amtlichen Statistik und aus Veröffentlichungen des Landes NRW. Angebotsmieten aus Immobilienportalen verwenden wir bewusst nicht, weil sie nur zeigen, was verlangt wird. Die Zensuswerte haben den Stichtag 15. Mai 2022. Der Verbraucherpreisindex hat den Stand August 2026. Abgerufen haben wir alle Seiten am 25. September 2026.

Veröffentlicht am · vollständig überarbeitet am · Redaktion Rohner Immobilien, Grevenbroich. Diese Informationen ersetzen keine Rechts- oder Mietberatung.

Sie vermieten eine Wohnung und denken über einen Verkauf nach?

Ob sich ein Verkauf lohnt, hängt von Lage, Zustand und Mietvertrag ab. Wie ein Verkauf mit uns abläuft, lesen Sie auf unserer Seite zum Immobilienverkauf.

So läuft ein Verkauf mit uns ab
Anrufen Immobilie bewerten